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'''Kulissen''' (von französisch ''coulisse'') waren ursprünglich die Gleitbahnen, in denen die Schiebewände, respektive die Teile der Dekoration bei aufführungen oder aufnahmen verschoben wurden. Heute wird der Ausdruck Kulisse für die Schiebewand verwendet, für Gleitbahn wird im Französischen auch der Begriff ''glissière'' verwendet. In historischen ern waren das meist parallel zur Rampe stehende, mit bemaltem Stoff oder Papier bespannte Holzrahmen. Bühnenbilder moderner Theater bestehen aus vielfältigen Objekten und Materialien, die meist nicht Kulissen genannt werden.

Historische Bedeutung

Im entstand die ?? mit Vorbühne, einem durch den verschließbaren Proszenium und einer tiefen Hauptbühne, die durch einschiebbare, in der Tiefe gestaffelte und perspektivisch bemalte und den ebenfalls bemalten (Bühnenhintergrund) wechselnde Szenen mit (durch Malerei verstärkter) illusionistischer, stark räumlicher Wirkung ermöglichte. Die mit ihren Seilzügen erlaubte einen sekundenschnellen Wechsel der Kulissen (?offene ?) und die Erzielung dramatischer Effekte.

Als ihr Erfinder gilt , der sie wahrscheinlich für sein 1618/19 erbautes in Parma

Kulissen unterstrichen in traditionellen Theatern die Handlung durch einen künstlichen, meist haften Hintergrund, die dem entsprach. Sie konnten auch bestimmte en transportieren, z. B. eine Farbsymbolik. Kulissen konnten sogar ganze Gebäudefassaden oder Straßenzüge ('''' bei GFF Köln) sein.

Im Theater wurden Kulissen von den Werkstätten nach den Entwürfen des Bühnenbildners hergestellt, beim Film von der Baubühne nach Angaben des Szenenbildners. Bei Szenenwechseln wurden die Kulissen meist hinter geschlossenem Vorhang umgebaut. en (Einzelgegenstände) sowie e ergänzten die Kulissen.

Abgeleitete Bedeutungen

Mit der Bezeichnung ?Kulisse? kann auch allgemein ein gemeint sein, eine weitere Begriffsbedeutung ist die . Der Begriff ''hinter den Kulissen'' beschreibt im übertragenen Sinne etwas, das der Öffentlichkeit verborgen ist.

Literatur

  • : ''Theatertechnik.'' Klasing, Berlin/ Bielefeld 1969.

Einzelnachweise